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Es ist heiß. Die Luft steht, der Kopf ist schwer, und schon die einfachsten Dinge kosten heute mehr Kraft als sonst. An solchen Tagen merkst du vielleicht auch am deutlichsten: Veränderung ist anstrengend. Nicht nur gedanklich – auch körperlich.

Und dann stellt sich die Frage: Wie findest du in so einer Phase überhaupt noch Motivation?

Der gewohnte Weg

Vielleicht kennst du das: To-do-Listen, Erinnerungen im Kalender, feste Routinen, tägliche Selbstdisziplin, um dranzubleiben. „Sich selbst überwinden“ – mach dir mal diesen Ausdruck bewusst. Du überwindest dein Selbst, du gehst vielleicht über deine wichtigsten Bedürfnisse hinweg. Für viele funktioniert das – bis zu einem gewissen Punkt.

Aber ehrlich: Wie fühlt sich das gerade für dich an? Gibt dir diese Struktur Halt? Oder ist es genau das, was dich zusätzlich stresst – noch eine Liste, noch ein Termin, noch eine Erwartung an dich selbst, die du gerade in der Hitze kaum erfüllen kannst? Oder wo dir gerade so viele andere Dinge durch den Kopf gehen?

Was wäre, wenn…?

Was wäre, wenn du in dieser Phase mal das Gegenteil ausprobierst?

Nichts planen. Keine Liste. Stattdessen: eine Intention setzen. Nur eine Richtung, kein festes Ziel mit zehn Zwischenschritten. Und dann offen sein für das, was sich dir zeigt. Deinen Impulsen folgen. Wahrnehmen, sehen, hören, fühlen, was dir gerade zugetragen wird – ohne es sofort in einen Plan zu pressen.

Kannst du dir das erlauben? Loszulassen, obwohl du gelernt hast, dass Kontrolle Sicherheit gibt?

Anstrengend und leicht zugleich

Es darf beides sein: anstrengend und leicht zugleich. Das eine schließt das andere nicht aus.


Mein konkreter Tipp für dich:

Vielleicht überrascht es dich: Auch dieser Weg ist nicht automatisch leicht. Offen zu sein, ohne Struktur, kann anfangs sogar anstrengender wirken als eine klare To-do-Liste abzuarbeiten. Aber es ist eine andere Art von Anstrengung – eine, die nicht gegen dich arbeitet, sondern mit dir.

Nimm dir heute oder morgen 15 Minuten – am besten draußen, im Schatten, wo es sich gerade gut aushalten lässt. Setz dich hin, ohne Handy, ohne Liste. Formuliere für dich eine einzige Intention, zum Beispiel: „Ich möchte heute spüren, was mir wirklich guttut.“

Dann warte einfach ab. Kein Plan, keine Aufgabe. Beobachte, was in dir auftaucht – ein Gedanke, eine Idee, eine Lust auf etwas Bestimmtes. Und wenn du magst: Folge diesem einen Impuls, ganz ohne ihn vorher zu bewerten oder in eine Strategie zu verwandeln. Manchmal zeigt sich gerade dann am klarsten, was dich wirklich weiterbringt. Und manchmal tauchen dann über den ganzen Tag immer wieder Hinweise für dich auf. Lass es geschehen, beobachte und spüre für dich hinein.

Und wenn du jetzt Lust hast, an den See zu fahren oder ins Eiscafe zu gehen: Auch dort oder auf dem Weg dorthin können spannende Impulse auf dich warten 😉